Wie viele Flugzeuge fliegen in der Nähe meiner Umgebung?

Das folgende Diagramm zeigt den lokalen Flugverkehr in Ihrer Umgebung – die Gesamtanzahl der Flüge pro Tag im jeweiligen Monat. Die Anzahl und Art der über Ihren Standort fliegenden Flugzeuge kann von Tag zu Tag variieren. Hauptfaktor dafür ist die Windrichtung, welche die Betriebsrichtung des Flughafens bestimmt.

Ob ein Flugzeug tatsächlich über Ihre Gegend fliegt, lässt sich oft daran erkennen, ob das Heck sichtbar ist. Wenn Sie das Heck sehen können, ist das Flugzeug in der Regel bereits zu weit entfernt, um in unseren Statistiken als Überflug über Ihren Standort gezählt zu werden.

Wenn Sie mit der Maus über das Diagramm fahren, erhalten Sie detaillierte Zahlen. Historische Flugdaten aus den Vormonaten können über ein Dropdown-Menü ausgewählt werden. Die Daten werden monatlich aktualisiert.

Wie werden Überflüge berechnet?

An aircraft flies within the analysis cone and is successfully counted

Das folgende Video erklärt, wie unser System die ortsspezifischen Daten berechnet, die auf dieser Website verwendet werden:

Das Raster

Um die Anzahl der Flüge über einem Gebiet rund um den Flughafen analysieren zu können, haben wir ein Raster aus gleich großen Quadraten erstellt – jeweils 1 Kilometer mal 1 Kilometer. Insgesamt erstreckt sich dieses Raster über eine Fläche von 95 Kilometern rund um die Start- und Landebahnen, ausgehend von bestimmten identifizierten Städten und markanten Orientierungspunkten.

Wie wir die Anzahl der Flüge erfassen

Wir beginnen damit, an jeder Ecke unseres Rasters einen „Kegel“ zu definieren. Mithilfe des Standorts, den Sie beim Besuch der Website angegeben haben, ermitteln wir den nächstgelegenen Kegel zu Ihrer Position.

Flüge, die diesen Kegel durchqueren, werden gezählt – diese Daten werden anschließend auf der Website dargestellt.

Um eine Unterschätzung der Flugbewegungen in einem Gebiet zu vermeiden und eine vollständige Abdeckung aller Bereiche im Raster zu gewährleisten, reicht der Kegel 2.600 Fuß (800 Meter) unter den Boden. Nach oben hin erstreckt er sich bis zu einer Höhe von 10.000 Fuß (3 Kilometer) über dem lokalen Gelände. An seiner Spitze ist der Kegel über 6 Kilometer breit.

Warum wir einen Kegel verwenden

Wir verwenden einen Kegel, weil Untersuchungen der britischen Luftfahrtbehörde (Civil Aviation Authority, CAA) gezeigt haben, dass diese Form am besten dafür geeignet ist, zu bestimmen, ob ein Flugzeug tatsächlich über einen bestimmten Ort geflogen ist oder nicht.

Der Winkel von 48,5 Grad wurde gewählt, weil er eine Lärmbewertung mit einbezieht: Wenn ein Flugzeug direkt über einer beobachtenden Person fliegt und ein zweites entlang der Linie im Winkel von 48,5 Grad seitlich versetzt, dann ist das zweite Flugzeug um etwa 3 Dezibel leiser wahrnehmbar als das erste.

Woher stammen die Daten?

Alle in unserem System verwendeten Daten stammen direkt aus unserem Aircraft Noise and Operations Monitoring System (ANOMS), das Flugdaten über das Radar der Flugsicherung empfängt.

Typische Flugrouten

Die An- und Abflugverfahren rund um Flughäfen sind komplexe Systeme, die nach strengen Kriterien entwickelt werden. In Österreich ist Austro Control für die Festlegung dieser Flugrouten verantwortlich. Die Sicherheit hat dabei immer oberste Priorität. Bei der Planung werden neben der Hindernisfreiheit auch Kapazität, Streckenlängen und die Anforderungen des Klimaschutzes berücksichtigt. Zudem wird Wert daraufgelegt, die CO2-Emissionen möglichst gering zu halten sowie die Anliegen der Anwohner im Hinblick auf den Lärmschutz transparent und nachvollziehbar zu integrieren.

An- und Abflüge

Die Richtung, aus der Flugzeuge anfliegen oder abheben, hängt maßgeblich von den Windverhältnissen in der Nähe des Flughafens ab. Dieses Prinzip, das seit den Anfängen der Luftfahrt gilt besagt, dass aus Sicherheitsgründen gegen den Wind gestartet und gelandet werden muss.

Anflüge

Ankommende Flugzeuge nehmen im Nahbereich des Flughafens Kontakt mit der Flugsicherung (ATC) auf. Diese weist den Piloten eine bestimmte Flugrichtung und Höhe zu, um einen sicheren Abstand zu anderen Flugzeugen zu gewährleisten, die ebenfalls an- oder abfliegen. Häufig gibt die ATC den Piloten Anweisungen zur Befolgung einer festgelegten Anflugroute. In anderen Fällen kann die ATC fortlaufende Anweisungen erteilen, um die Piloten und Flugzeuge sicher zur Landebahn oder zum Instrumentenlandesystem (ILS) zu führen.

Das Instrumentenlandesystem leitet die Piloten im Anflug zur Piste durch horizontale und vertikale Leitstrahlen, die auf dem Navigationsdisplay im Cockpit angezeigt werden. Der Pilot kann jederzeit überprüfen, ob er „auf Kurs“ ist, unterstützt durch akustische Signale.

Abflüge

Abhängig vom Ziel des Flugzeugs weist die Flugsicherung (ATC) für den Abflug eine von mehreren Standard Instrument Departures (SIDs) zu. SIDs definieren Ideallinien, die möglichst genau eingehalten werden sollten (± 0,5 nautische Meilen). Die Flugroute wird im Wesentlichen durch Wegpunkte, sogenannte „Waypoints“, festgelegt.

Durch geografische Koordinaten, Distanzen und präzise Kursangaben kann die Programmierung der mit satellitengestützten Systemen ausgestatteten Flugzeuge optimiert werden, sodass alle SIDs unabhängig von bodengestützten Funkeinrichtungen geflogen werden können.

Dennoch können lokale Wetterbedingungen, wie etwa Gewitter, zu einer erheblichen Abweichung der Flugrouten führen.

Schulungsflüge

A small propeller plane turns to the right

Schulungsflüge finden sowohl an großen internationalen Flughäfen als auch an kleineren Regionalflughäfen oder Flugplätzen für Privat- und Berufspilot*innen statt.

Ein besonders häufiger Bestandteil der Flugausbildung ist das Üben von Starts und Landungen. Dabei kann es vorkommen, dass ein Flugzeug diesen Vorgang mehrmals hintereinander durchführt – es fliegt dabei in einer Platzrunde um den Flughafen, um Routine und Sicherheit im Ablauf zu gewinnen. Ein Beispiel für ein linkes Platzrundenverfahren ist in der rechten Abbildung dargestellt.

Solche Platzrunden müssen unter verschiedenen Bedingungen geübt werden – tagsüber wie auch nachts und bei unterschiedlichem Wetter, damit Pilot*innen umfassende Erfahrung sammeln können.

Diese Art von Schulungsflügen wird oft als „Touch and Go“ bezeichnet: Das Flugzeug setzt zur Landung auf, kommt jedoch nicht vollständig zum Stillstand, sondern nimmt direkt wieder Schub auf und startet erneut. Da diese Flugrunden mehrfach geflogen werden, kann es vorkommen, dass bestimmte Orte regelmäßig überflogen werden – auch solche, die sonst nicht im üblichen Flugpfad liegen.

Schulungsflüge finden häufig in geringerer Höhe statt als normale Linienflüge, und durch die Wiederholungen von Start- und Landevorgängen können sie störender empfunden werden als typische Starts oder Anflüge.

Flugausbildung betrifft nicht nur neue Pilotinnen – auch erfahrene Pilotinnen müssen regelmäßig trainieren, um ihre Fähigkeiten zu erhalten und weiter zu verbessern.

Der Flughafen orientiert sich dabei an bewährten Verfahren, um die Belastung für die Umgebung möglichst gering zu halten. Schulungsflüge finden daher meist in festgelegten Zeitfenstern und bestimmten Bereichen rund um den Flughafen statt.

Ankünfte und Abflüge

Flugzeuge nutzen Start- und Landebahnen für Starts und Landungen – in der Regel erfolgen diese gegen den Wind. Dies sorgt für zusätzlichen Auftrieb, wodurch das Flugzeug schneller abheben kann und die Bahn zügig für den nächsten Flug freigegeben wird – was auch eine Landung sein kann.

Ändert sich die Windrichtung, muss die Flugsicherung (ATC – Air Traffic Control) unter Umständen entscheiden, die Betriebsrichtung der Start- und Landebahn zu ändern – also den „Runway in Use“ zu drehen. Dies ist ein komplexer Vorgang, da anfliegende Flugzeuge neu eingewiesen, rollende Maschinen umgeleitet und Abflüge neu freigegeben werden müssen.

Weitere Informationen zu Start- und Landebahnen sowie zur Umstellung durch die Flugsicherung finden Sie im folgenden Video:

Ankünfte

Anfliegende Flugzeuge nehmen zunächst Kontakt mit der Flugsicherung auf. Diese weist den Pilot*innen eine Flugrichtung (Vektor) und Flughöhe zu, um einen sicheren Abstand zu anderen Flugzeugen sicherzustellen, die sich möglicherweise ebenfalls im Anflug oder Abflug befinden.

Während des gesamten Landeanflugs erhalten die Pilot*innen fortlaufend Anweisungen bezüglich Richtung und Höhe. Oft werden sie auf eine sogenannte Standard-Anflugroute („Arrival Route“) geleitet – diese fungiert als „Luftstraßenkarte“ für einen sicheren Anflug auf die Landebahn. In anderen Fällen gibt die Flugsicherung laufend individuelle Anweisungen, um das Flugzeug sicher zur Landung zu führen.

Bei schlechtem Wetter, wenn die Sicht durch das Cockpit eingeschränkt ist (vergleichbar mit Autofahren bei Nebel), erfolgt der Anflug über Instrumente an Bord. Diese Systeme empfangen Signale des Instrumentenlandesystems (ILS), das an großen Flughäfen installiert ist. Dieses System sendet einen geraden Funkstrahl vom Boden aus, der den Pilot*innen bei der präzisen Landung bei schwierigen Wetterbedingungen hilft.

In Stoßzeiten kann es zu einer Überlastung des Luftraums kommen – Flugzeuge müssen dann in Warteschleifen („Holding Patterns“) kreisen. Diese befinden sich meist in größerer Entfernung vom Flughafen und in höherer Flughöhe, um die Lärmbelastung am Boden zu minimieren.

Zur Verringerung von Lärm, Treibstoffverbrauch und Emissionen wird nach Möglichkeit das Verfahren der kontinuierlichen Sinkflugoperation (CDO – Continuous Descent Operation) angewandt. Dabei gleitet das Flugzeug mit möglichst wenig Schub kontinuierlich zur Landung hinunter. Diese Methode erfordert enge Zusammenarbeit zwischen Pilot*innen und Flugsicherung und ist bei hohem Verkehrsaufkommen unter Umständen nicht umsetzbar.

Abflüge

An aircraft departs the airport

Abfliegende Flugzeuge rollen zur Startbahn und warten dort auf die Freigabe durch die Flugsicherung. Das Flugzeug ist dabei voll beladen mit Treibstoff, Passagieren, Gepäck und Fracht. Ein hoher Schub ist erforderlich, um ausreichend Geschwindigkeit für den Start zu erreichen

Je nach Zielort wird dem Flugzeug von der Flugsicherung eine bestimmte Abflugroute zugewiesen. Diese Auswahl dient der sicheren Staffelung sowie einer möglichst effizienten und direkten Route zum Ziel.

Internationale Best Practice ist es, dass strahlgetriebene Flugzeuge zunächst geradeaus in Verlängerung der Startbahn fliegen, bis sie eine sichere Flughöhe erreicht haben. Erst dann erfolgt eine Kurve auf die zugewiesene Abflugroute. Dies ermöglicht einen zügigen Steigflug und hält ausreichend Abstand zu anderen Luftfahrzeugen.

Während Passagierflugzeuge diese Routen typischerweise einhalten, kann es bei kleineren Propellermaschinen oder Turboprops vorkommen, dass sie früher abdrehen, um den Luftraum für größere und schnellere Maschinen freizugeben.

Nachtflüge

An aircraft lands just before sunset

Nachtflüge sind – wie der Name bereits sagt – Flugbewegungen, die während der Nachtzeit stattfinden. Am Flughafen Salzburg ist der reguläre Flugbetrieb ausschließlich in der Zeit von 06:00 bis 23:00 Uhr erlaubt. Ausgenommen davon sind Einsatzflüge, wie z. B. der Polizei oder der medizinischen Notfallversorgung, die auch außerhalb dieser Zeiten durchgeführt werden können.

Mit der zunehmenden globalen Vernetzung steigt weltweit die Nachfrage nach Flügen, die Passagiere und Fracht während der Nachtstunden über verschiedene Zeitzonen hinweg transportieren. Solche Verbindungen erleichtern nicht nur Reisen zu Urlaubszwecken oder zu Familie und Freunden, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Wirtschaft, indem sie schnelle Transportmöglichkeiten für zeitkritische Waren und Lieferketten bereitstellen.

Trotz der wirtschaftlichen Bedeutung von Nachtflügen – sowohl auf regionaler als auch auf nationaler Ebene – müssen diese sorgfältig geplant und mit Rücksicht auf die betroffene Bevölkerung durchgeführt werden. Auch wenn Nachtflüge akustisch nicht lauter sind als Tagflüge, ist der Umgebungslärmpegel nachts deutlich niedriger – was dazu führt, dass Flugzeuge stärker wahrgenommen werden und potenziell den Schlaf stören können. Dies erhöht die empfundene Lärmbelästigung.

Daher gibt es verschiedene Maßnahmen, um den nächtlichen Flugbetrieb und seine Auswirkungen auf die Anwohner*innen zu minimieren. Dazu zählen:

  • Verwendung alternativer Flugrouten: Nachtflüge können andere Routen als tagsüber nutzen, um möglichst lärmarme Flugstrecken zu ermöglichen – etwa über weniger dicht besiedelte Gebiete.
  • Bevorzugte Bahnnutzungen: Bestimmte Startrichtungen können bei Nacht bevorzugt werden, wenn sie über weniger bewohnte Gebiete führen und somit die Lärmbelastung reduzieren. Da Starts und Landungen aber grundsätzlich gegen den Wind erfolgen müssen, ist dies nur eingeschränkt möglich.
  • Betriebsbeschränkungen: Werden selten eingesetzt und nur, wenn alle anderen Maßnahmen ausgeschöpft wurden und gesetzlich erlaubt sind. Dabei wird meist älteren, lauteren Flugzeugen der Betrieb während der Nachtzeit untersagt. Nachtflugverbote (Curfews) können komplex sein und in Ausnahmefällen – z. B. bei wetterbedingten Verspätungen – Ausnahmen erlauben. Solche Ausnahmeentscheidungen werden nicht leichtfertig getroffen und durch die Flugverfolgungssysteme des Flughafens überwacht.

Außergewöhnliche Flugbewegungen

Von Zeit zu Zeit kann es zu ungewöhnlichen oder abweichenden Flugbewegungen am oder rund um den Flughafen kommen – sowohl am Boden als auch in der Luft. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um normale Abläufe oder sicherheitsbedingte Maßnahmen.

Durchstartmanöver (Go-Arounds)

Wenn Pilot oder Flugsicherung (ATC) der Meinung sind, dass die Bedingungen für eine sichere Landung nicht vollständig gegeben sind, wird ein sogenanntes „Go-Around“ durchgeführt. Dabei handelt es sich um ein standardisiertes und sicheres Verfahren, bei dem der Landeanflug zu jedem Zeitpunkt abgebrochen werden kann, um Sicherheit für Passagiere und Besatzung zu gewährleisten.

Gründe für ein Go-Around können unter anderem sein:

  • Plötzliche starke Windböen, die das Flugzeug aus der Position bringen
  • Ein Hindernis auf der Landebahn, etwa weil ein vorhergehendes Flugzeug nicht rechtzeitig abgehoben oder die Bahn nicht verlassen hat
  • Sicherheitsprobleme an Bord, z. B. wenn ein Passagier während des Anflugs aufsteht

Das Flugzeug reiht sich danach in einer Warteschleife („Holding“) erneut in die Anflugsequenz ein. Dabei kann es über Gebiete fliegen, die normalerweise nicht überflogen werden – oft auch in geringerer Höhe.

Instrumentenprüfungen (Kalibrierflüge)

Viele größere Flughäfen verfügen über moderne Navigations- und Landungssysteme, die regelmäßig überprüft werden müssen. Diese Prüfungen erfolgen mittels sogenannter Kalibrierflüge. Dabei wird mit einem speziell ausgerüsteten Flugzeug das System getestet – häufig durch mehrmalige Überflüge in verschiedenen Winkeln und Höhen.

Solche Flüge können über mehrere Stunden gehen und führen oft über Gebiete, die sonst nicht betroffen sind. Aus Sicherheitsgründen und wegen geringerer Verkehrsdichte finden Kalibrierflüge häufig in den Nachtstunden statt. Um Lärmbelastungen gering zu halten, werden möglichst kleine und leise Flugzeuge eingesetzt.

Fire training practice

Feuerwehr- und Rettungsübungen

Flughafenfeuerwehren sind ein zentraler Bestandteil der Sicherheitsinfrastruktur. Daher finden regelmäßig Trainings statt – meist in einem speziellen Übungsbereich am Flughafengelände. Dabei wird in der Regel ein altes Flugzeugmodell verwendet, das zu Übungszwecken in Brand gesetzt wird.

Obwohl sich dieser Bereich abseits des regulären Betriebs befindet, können bei solchen Übungen Rauch, Flammen sowie Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht und Sirenen deutlich sichtbar und hörbar sein. Größere Übungen können auch Einsatzkräfte außerhalb des Flughafens einbeziehen, wobei dann Verkehrsbewegungen auf umliegenden Straßen möglich sind.

Militärische Flugbewegungen

Gelegentlich nutzen militärische Luftfahrzeuge den Flughafen Salzburg, z. B. zum Auftanken oder im Rahmen von Übungen oder Vorführungen. Insbesondere Kampfjets sind nicht mit lärmreduzierenden Maßnahmen ausgestattet und verursachen daher deutlich lautere Geräusche als zivile Flugzeuge.

Wie wird Flugzeuglärm erzeugt?

An aircraft in the sky

Was ist Fluglärm und wie entsteht er?

Lärm wird als unerwünschter Schall definiert, der Störungen und Belästigungen verursachen kann. Fluglärm entsteht durch mehrere Faktoren:

  • den Luftstrom, der sich um den Flugzeugrumpf und die Trägflächen bewegt sowie
  • die Geräusche der Triebwerke – wobei verschiedene Flugzeugtypen unterschiedliche Lautstärken, Frequenzen und Tonhöhen erzeugen.

Generell ist der lauteste Bereich eines Flugzeugs direkt hinter den Triebwerken, insbesondere beim Start, wenn die Triebwerke mit maximaler Leistung betrieben werden.

Was beeinflusst Fluglärm?

Fluglärm kann je nach Situation sehr unterschiedlich wahrgenommen werden. Zu den wichtigsten Einflussfaktoren zählen:

An aircraft above tall city buildings
  • Flugphase Ob ein Flugzeug startet, landet, auf Reiseflughöhe fliegt, Trainingsflüge absolviert oder akrobatische Manöver durchführt.
  • Flughöhe über dem Boden
  • Seitlicher Abstand des Flugzeugs zur Beobachtungsposition
  • Wetterbedingungen, die den Lärm verstärken oder abschwächen können. Der Wetter beeinflusst auch die Wahl der Start- und Landebahnen, da Flugzeuge grundsätzlich gegen den Wind starten und landen.

Neben diesen Aspekten beeinflusst auch die lokale Geräuschkulisse – also das alltägliche Klangumfeld – wie stark Fluglärm wahrgenommen wird.

Beispielweise wird in städtischen Gebieten mit ohnehin hoher Hintergrundlautstärke (z. B. durch Staßenverkehr) der Fluglärm oft überdeckt. In ruhigen Gegenden hingegen ist derselbe Fluglärm meist deutlicher und störender wahrnehmbar.

Wichtig zu wissen: Die Wahrnehmung von Lärm ist individuell – was für eine Person störend ist, kann für eine andere kaum bemerkbar sein. Dennoch nimmt der Flughafen das Thema Fluglärm sehr ernst. Es gibt ein aktives Programm zum Monitoring, Analyse und Berichterstattung über Fluglärm sowie über den allgemeinen Geräuschpegel in der Region.

Looking out of an aircraft window towards the wing and engine

Hat sich der Fluglärm verändert?

Moderne Flugzeuge sind deutlich leiser als ältere Modelle. Im Vergleich zu Flugzeugen aus den 1960er – Jahren verursachen heutige Maschinen rund 90% weniger Lärm.

Informieren Sie sich hier, um mehr über aktuelle Lärmwerte zu erfahren

Unsere Monitoring-Systeme

An aircraft flies over a noise monitoring terminal

Umweltüberwachung und -management sind entscheidend für einen verantwortungsbewussten Flughafenbetrieb. Sie ermöglichen es dem Flughafen, seine Auswirkungen auf die lokale Umwelt und Gemeinschaft zu verstehen und Maßnahmen zur Verwaltung und Minderung dieser potenziellen Auswirkungen zu ergreifen.

Das System, das der Flughafen verwendet, heißt ANOMS, was für Flughafen Lärm- und Flugwegüberwachungssystem steht. Es handelt sich um eine komplexe Lösung, die sowohl Hardware in Form von Lärmmessstellen die Anbindung an die Radardaten als auch fortschrittliche Analysetools umfasst.

ANOMS nutzt sechs fest installierte Lärmmessstellen in der Umgebung des Flughafens, die im Allgemeinen unter oder in der Nähe von Flugrouten platziert sind. Die Messgeräte erfassen und senden rund um die Uhr und an sieben Tagen in der Woche die Lautstärkepegel an ein zentrales System.

Ein ‘Lärmereignis’ entsteht, wenn das System einen Lärmpegel feststellt, der über dem Hintergrund- oder lokalen Lärmpegel für eine bedeutende Zeitspanne liegt. Dies kann durch verschiedene Faktoren wie lokale Vögel, Autos oder Flugzeuge verursacht werden. Durch kontinuierliche Überwachung des Lärmpegels und Integration von Daten aus der Flugsicherung (ATC) können unsere Systeme feststellen, ob das Lärmereignis durch ein Flugzeug oder eine andere Quelle verursacht wurde.

Weitere Informationen finden Sie in diesem Video: Datensammlung und Erkennung von Lärmereignissen

Datenerfassung und Erkennung von Lärmereignissen

Das System kombiniert Daten der fixen Lärmmessgeräte, die in der lokalen Gemeinschaft und in der Nähe von Start- und Landebahn und Flugrouten eingesetzt werden. Diese arbeiten rund um die Uhr, sieben Tage die Woche, sammeln kontinuierlich Lärmdaten und senden diese an ANOMS. ‘Lärmereignisse’ entstehen, wenn der Lärmpegel über den Hintergrundpegel ansteigt und voreingestellte Schwellenwerte erreicht.

An aircraft overflies a noise monitoring terminal

Flüge werden mithilfe von Daten direkt aus den Radarsystemen der Flugsicherung (ATC) verfolgt, die im Grunde genommen dieselben Daten sind, die von der Flugsicherung verwendet werden, um Flugzeuge sicher am Himmel zu steuern. ANOMS nutzt diese Daten, um den Flugpfad des Flugzeugs aufzuzeichnen und zu identifizieren, welche Lärmmessgeräte das Flugzeug überflogen hat und wann. So können die Lärmereignisse identifiziert und zugeordnet werden, die durch dieses Flugzeug verursacht wurden.

Der Prozess ist komplex und kann neben Lärmereignissen durch Flugzeuge auch Ereignisse identifizieren, die nicht durch Flugzeuge verursacht wurden. Diese werden als Umgebungslärm bezeichnet und können durch Vögel, Wind, Fahrzeuge auf einer Straße oder sogar durch Sirenen von Rettungsfahrzeugen verursacht werden – kurz gesagt, durch jeden Lärm, den wir im Alltag hören, der nicht von einem Flugzeug stammt.

Durch Berücksichtigung des Flugzeug- und Umgebungslärms kann ein detailliertes Bild der lokalen Klanglandschaft erstellt werden, das es dem Flughafen ermöglicht, die potenzielle Auswirkungen seines Betriebes auf die lokale Gemeinschaft zu verstehen.

Weitere Datentypen werden dem System hinzugefügt, um ein besseres Verständnis dafür zu erhalten, was passiert ist und warum. Wetterdaten sind eine weitere äußerst nützliche Informationsquelle – starke Winde oder Gewitter können die Flugrouten der Flugzeuge verändern, während Wolken den Schall zurück zur Erde reflektieren können und somit beeinflussen, wie dieser Lärm wahrgenommen wird.

Wie das System verwendet wird:

Das ANOMS-System wird für verschiedenste Auswertungen genutzt:

  • Für Anfragen, Beschwerden und Einreichungen aus der lokalen Gemeinschaft kann auf die detaillierten Daten innerhalb von ANOMS zugegriffen werden, um objektive und sachliche Antworten zu geben.
  • Detaillierte Wetter- und Betriebsdaten helfen dabei um ungewöhnliche Operationen zu erkennen und zu analysieren.
  • Unter Heranziehung der aufgezeichneten Daten können detaillierten Berichte erstellt werden. Daraus können Bewertungen und Verbesserungen abgeleitet werden.
  • Das Management kann Trends bewerten, Leistungen bestimmen und Richtungen vorgeben.

Zusammengefasst leistet das System viel, aber es läuft im Wesentlichen auf zwei Hauptpunkte hinaus – die schnelle Identifizierung von Anomalien und die Ableitung der Gründe dafür, sowie die Überwachung des täglichen Betriebs des Flughafens, indem Berichte für das Management und die Gemeinschaft präsentiert werden. Die historischen Daten können dann genutzt werden, um zukünftige Planungen zu ermöglichen und die Betriebsabläufe zu verbessern.

Einen bestimmten Flug finden

Einführung

WebTrak ist unser Online-Flugtracker, der Ihnen Details wie Flugnummer oder Kennzeichen, Flugzeugtyp, Flughöhe und Flugroute anzeigt.

Wir stellen ausschließlich Informationen zu Flugzeugen dar, die direkt am Flughafen Salzburg starten oder landen. So können Sie ankommende und abfliegende Flugzeuge beobachten, sowie die Daten unserer fixen Lärmmessstellen im Umfeld.

Die Webanwendung nutzt Daten, die direkt vom Radar der Flugsicherung (ATC) stammen — dieselben Daten, die auch die Fluglotsen zur sicheren Steuerung des Luftverkehrs verwenden. Diese Informationen fließen direkt in unser Airport Noise Monitoring and Management System (ANOMS) ein, welches das Flugtracking-System steuert.

Bitte beachten Sie: Zur möglichst genauen Darstellung wird eine Verzögerung von einer Stunde bei der Wiedergabe der „Live“-Daten angewendet.

Wie verwenden Sie WebTrak

Mit WebTrak können Sie Flüge über Ihrem Gebiet nahezu in Echtzeit verfolgen und auch historische Flugdaten abrufen. Umfangreiche Online-Hilfen innerhalb der Anwendung (über das Menü links auf dem Bildschirm erreichbar) unterstützen Sie dabei, die Symbole und Funktionen zu verstehen. Zusammengefasst können Sie:

  • Einen bestimmten Flug untersuchen, der möglicherweise eine Störung verursacht hat
  • Flüge zu den verkehrsreichsten Zeiten eines Tages analysieren
  • Herausfinden, wohin ein Flug ging oder woher den Flug kam
  • Die Nähe von Flügen zu Ihrem Standort analysieren, indem Sie eine Markierung auf der Karte setzen

WebTrak bietet auch die Möglichkeit das jeweils aktuelle Wetter anzuzeigen. Solche Overlays bieten Ihnen eine anschauliche Unterstützung, um Flugkorridore zu analysieren oder Wetterbedingungen zu verstehen.

Wenn Sie der Meinung sind, dass ein Flugzeug außerhalb der normalen Verfahren geflogen ist, können Sie direkt über WebTrak eine Anfrage einreichen. So können wir den betreffenden Flug sofort zuordnen und prüfen.

“Ich kann den Flug, der mich gestört hat, nicht finden”

WebTrak erhält die Daten direkt von der Flugsicherung (ATC). Obwohl wir alle Flüge anzeigen möchten, kann es vorkommen, dass einzelne Flüge nicht dargestellt werden. Mögliche Gründe dafür sind:

  • Es handelte sich um einen Militär-, Polizei- oder Rettungsflug
  • Das Flugzeug beförderte Regierungsvertreter oder ein Staatsoberhaupt
  • Das Flugzeug darf aus sicherheitsrelevanten Gründen nicht angezeigt werden
  • Das Flugzeug startete oder landete nicht am Flughafen Salzburg sondern überflog das Gebiet ohne direkten Bezug