Von Zeit zu Zeit kann es zu ungewöhnlichen oder abweichenden Flugbewegungen am oder rund um den Flughafen kommen – sowohl am Boden als auch in der Luft. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um normale Abläufe oder sicherheitsbedingte Maßnahmen.
Durchstartmanöver (Go-Arounds)
Wenn Pilot oder Flugsicherung (ATC) der Meinung sind, dass die Bedingungen für eine sichere Landung nicht vollständig gegeben sind, wird ein sogenanntes „Go-Around“ durchgeführt. Dabei handelt es sich um ein standardisiertes und sicheres Verfahren, bei dem der Landeanflug zu jedem Zeitpunkt abgebrochen werden kann, um Sicherheit für Passagiere und Besatzung zu gewährleisten.
Gründe für ein Go-Around können unter anderem sein:
- Plötzliche starke Windböen, die das Flugzeug aus der Position bringen
- Ein Hindernis auf der Landebahn, etwa weil ein vorhergehendes Flugzeug nicht rechtzeitig abgehoben oder die Bahn nicht verlassen hat
- Sicherheitsprobleme an Bord, z. B. wenn ein Passagier während des Anflugs aufsteht
Das Flugzeug reiht sich danach in einer Warteschleife („Holding“) erneut in die Anflugsequenz ein. Dabei kann es über Gebiete fliegen, die normalerweise nicht überflogen werden – oft auch in geringerer Höhe.
Instrumentenprüfungen (Kalibrierflüge)
Viele größere Flughäfen verfügen über moderne Navigations- und Landungssysteme, die regelmäßig überprüft werden müssen. Diese Prüfungen erfolgen mittels sogenannter Kalibrierflüge. Dabei wird mit einem speziell ausgerüsteten Flugzeug das System getestet – häufig durch mehrmalige Überflüge in verschiedenen Winkeln und Höhen.
Solche Flüge können über mehrere Stunden gehen und führen oft über Gebiete, die sonst nicht betroffen sind. Aus Sicherheitsgründen und wegen geringerer Verkehrsdichte finden Kalibrierflüge häufig in den Nachtstunden statt. Um Lärmbelastungen gering zu halten, werden möglichst kleine und leise Flugzeuge eingesetzt.

Feuerwehr- und Rettungsübungen
Flughafenfeuerwehren sind ein zentraler Bestandteil der Sicherheitsinfrastruktur. Daher finden regelmäßig Trainings statt – meist in einem speziellen Übungsbereich am Flughafengelände. Dabei wird in der Regel ein altes Flugzeugmodell verwendet, das zu Übungszwecken in Brand gesetzt wird.
Obwohl sich dieser Bereich abseits des regulären Betriebs befindet, können bei solchen Übungen Rauch, Flammen sowie Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht und Sirenen deutlich sichtbar und hörbar sein. Größere Übungen können auch Einsatzkräfte außerhalb des Flughafens einbeziehen, wobei dann Verkehrsbewegungen auf umliegenden Straßen möglich sind.
Militärische Flugbewegungen
Gelegentlich nutzen militärische Luftfahrzeuge den Flughafen Salzburg, z. B. zum Auftanken oder im Rahmen von Übungen oder Vorführungen. Insbesondere Kampfjets sind nicht mit lärmreduzierenden Maßnahmen ausgestattet und verursachen daher deutlich lautere Geräusche als zivile Flugzeuge.
